"Modern Winds 12"
Eine Reise durch die Dämmerung mit Vocalodie
Ein musikalisches Ereignis der besonderen Art fand jüngst in der Pfarrkirche Hardegg statt. Das Programm umfasste Abend- und Nachtlieder, die vom rosigen Sonnenuntergang hinein in die Stille der Nacht führten.

Das obligatorische NÖN-Foto nach dem Konzert (v.l.): Christian Fröhlich und Leopold Prey von der Nö. Versicherung, die Chor-Mitglieder Maria Zehetgruber, Hannah Moser, Gerwin Reder, Markus Schiendorfer und Patrick Jasiczek, Stadtamtsdirektorin Margit Müllner, Kulturstadtrat Andreas Frömmig, Intendant Martin Schiner
HARDEGGEin musikalisches Ereignis der besonderen Art fand jüngst in der Pfarrkirche Hardegg statt: Das aufstrebende Vokalensemble Vocalodie mit Clara Hamberger, Sophia Loos, Maria Zehetgruber, Hannah Moser, Gerwin Reder , Markus Schiendorfer, Patrick Jasiczek und Felix Knaller präsentierte sich mit einem beeindruckenden Konzert, das die zahlreichen Besucher tief berührte und nachhaltig begeisterte. Der Titel: „Abendbilder – eine Klangreise durch die Farbenpracht der Dämmerung“.
Das Programm umfasste Abend- und Nachtlieder, die vom rosigen Sonnenuntergang hinein in die Stille der Nacht führten und eine Atmosphäre zum Abspannen kreierten. Bereits mit den ersten Tönen war klar: Hier musizieren nicht nur versierte Sänger, sondern Künstler mit echter Leidenschaft. Das Ensemble, bestehend aus jungen Stimmen mit erstaunlicher Reife, entführte das Publikum auf eine stimmungsvolle Reise durch die verschiedenen Epochen und Stilrichtungen – von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Chormusik.
Die Akustik der Pfarrkirche bot dafür den idealen Rahmen: Jeder Ton konnte sich frei entfalten, jede Nuance kam zur Geltung. Eindrucksvoll war die klangliche Homogenität des Ensembles, das trotz unterschiedlichen Stimmfarben eine bemerkenswerte Balance und Präzision zeigte. Dabei überzeugten sowohl die kraftvollen Tutti-Stellen als auch die zartenn, intimen Passagen mit emotionaler Tiefe, wo selbst auf Gitarre begleitet wurde.
Herausragend war die Uraufführung des modernen Werkes „Skyline“, das durch ausgefeilte Dynamik und klare Artikulation bestach. „Die Anwesenheit der Komponisten Erik Ziegelbauer, welcher das Ensemble zum Konzert begleitete, machte diese Interpretation sehr besonders“, berichtet ein rundum zufriedener Hardegger Kultursommer-Intendant Martin Schiner. Das Publikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen – und ließ das Ensemble nicht ohne Zugabe ziehen.
Bericht & Fotos: Martin Schiner