Geistliches und Kärntnerisches
Kärntner Klangwelten zum Abschluss des Hardegger Kultursommers
Chorleiter Bernhard Sturm präsentierte mit seinem Chor ein eindrucksvolles Programm voller unverwechselbarer Klänge
FELLING Mit einem ganz besonderen musikalischen Erlebnis ging der Hardegger Kultursommer 2026 am Samstag, dem 3. Oktober, stimmungsvoll zu Ende.In der Pfarrkirche Felling gastierte die Kärntner Singgemeinschaft in Wien mit ihrem Konzertprogramm „Geistliches und Kärntnerisches“ und entführte das Publikum auf eine eindrucksvolle musikalische Reise zwischen sakraler Chormusik und den unverwechselbaren Klängen Kärntens.
Bereits mit dem feierlichen „Alta Trinita beata“ wurde deutlich, dass dieser Konzertabend ganz im Zeichen besonderer Klangfarben und großer musikalischer Ausdruckskraft stand. Intendant Martin Schiner begrüßte Ehrengäste und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern bei den Kultursommer-Veranstaltungen. Es folgten Werke wie „Kyrie“, „Taaveti Laulu“ und „Give me Jesus“, die einen Bogen durch unterschiedliche geistliche Traditionen spannten. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten anschließend Auszüge aus Kärntner Messvertonungen – darunter „Übar die Stapflan“, „Zum Gloria“, „Sanctus“ und „Agnus Dei“. Erfreulicherweise befanden sich unter den Gästen zahlreiche ChorsängerInnen und auch ChorleiterInnen, die von Moderator Erwin Czesany in seiner blockweisen Moderation Information zu den dargebotenen Werken bekamen.
Nach diesem besinnlichen Auftakt wechselte die Stimmung und wurde zunehmend von der musikalischen Seele Kärntens geprägt. Mit Liedern wie „Bin gekniat neben deine“, „Geaht dar Wind ums Haus uma“ und „Maria Pomagaj“ zeigte die Singgemeinschaft eindrucksvoll, wie vielfältig und emotional die Kärntner Volksliedtradition sein kann.
Danach ging es in die Pause. Am Kirchenvorplatz verköstigte der Chor „Singbar Machbar“ unter Obmann Andreas Pausackerl die Gäste und die Kärntner Sänger mischten sich unters Publikum. Nach der Pause ging die musikalische Reise weiter – vom „Wörthersee“ über „Tua lei sinnan“ und „Weit übern Weißen See“ bis zu zahlreichen bekannten Kärntner Liedern. Auch solistische Beiträge von Christina Mayer, Barbara Binder, Werner Allmaier und Klaus Lessiak setzten besondere Akzente.
Spätestens bei Liedern wie „Da draussn in Wald“, „Hintadenkn, hintadrahn“, „Und an Buam han i’s glabt“ oder „Wann’s Amschele singt“ war die besondere Atmosphäre des Abends endgültig spürbar. Die Sängerinnen und Sänger verstanden es, die Geschichten, Sehnsüchte und die Landschaft Kärntens musikalisch lebendig werden zu lassen. Mit „Varlassn, varlassn“, „Dirndle von Himmelberg“ und „Vom Mittagskogel zur Turracher Höh“ fand das Konzert seinen stimmungsvollen Höhepunkt. Chorleiter Bernhard Sturm und seine Stellvertreterin Christina Mayer hatten für diesen Abend ein ausgezeichnetes Programm vorbereitet und die Darbietungen zeigten die Begeisterungsfähigkeit des Publikums.
Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus samt stehenden Ovationen und durfte sich schließlich noch über Zugaben freuen. Mit „In da Mölltalleitn“ und „Is schon still uman See“ verabschiedete sich die Kärntner Singgemeinschaft von ihren begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern. Nach dem Austausch von Gastgeschenken würdigte Bürgermeister Friedrich Schechtner die Kulturinitiative Hardegger Kultursommer mit Intendant Martin Schiner und Kultur-Stadtrat Andreas Frömmig.
Damit fand der Hardegger Kultursommer 2026 einen würdigen und berührenden Abschluss. Ein Konzertabend, der einmal mehr zeigte, wie verbindend Musik sein kann – über Regionen, Generationen und musikalische Stilrichtungen hinweg. Ein herzliches Dankeschön gilt der Kärntner Singgemeinschaft in Wien, allen Mitwirkenden und natürlich dem Publikum, das den Hardegger Kultursommer auch in diesem Jahr so wunderbar angenommen und mitgetragen hat.
Fotos: Wolfgang Hanousek