Ein Saxophantastischer Abend
Vier Saxophone, ein Klang – und jede Menge Begeisterung
(v.l.) Kultursommer-Intendant Martin Schiner, Stadtamts-Dir. Margit Müllner, Kultur-Stadtrat Andreas Frömmig und die vier virtuosen SaxophonistInnen vom Insanus Saxophon Quartett
Ein Abend voller musikalischer Überraschungen, virtuoser Klänge und mitreißender Spielfreude: Das Insanus Saxophon Quartett sorgte am 12. September 2026 im Festsaal des Nationalparkhauses Thayatal für ein ganz besonderes Konzerterlebnis.
HARDEGG Mit Tanja Machovsky, Kerstin Stolzlederer, Stephan Zankl und Thomas Zoufal präsentierte sich ein bestens aufeinander eingespieltes Ensemble, das eindrucksvoll unter Beweis stellte, wie vielseitig vier Saxophone klingen können. Das Programm spannte einen großen musikalischen Bogen und führte das Publikum durch unterschiedlichste Stilrichtungen und Klangwelten.
Bereits mit der Ouvertüre aus „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart zeigte das Quartett, dass sich große klassische Werke auch auf vier Saxophonen beeindruckend und voller musikalischer Energie präsentieren lassen. Mit Selections from „West Side Story“ von Leonard Bernstein folgte ein schwungvoller Ausflug in die Welt des Musicals.
Für besondere klangliche Feinheiten sorgten anschließend die „Sechs Bagatellen“ sowie Auszüge aus den „Saxophonescas“ von Fernando Decruck. Mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms kam schließlich temperamentvoller ungarischer Schwung in den Festsaal.
Nach der Pause setzte das Quartett seine musikalische Reise ebenso abwechslungsreich fort. Mit Ausschnitten aus „Sevilla“ von Isaac Albéniz und dem Quartett von Christian Biegai standen spanische und moderne kammermusikalische Klangfarben auf dem Programm. „Sculptures“ von Timothy Blinko und die „Amusement Park Suite“ von Hiroki Takahashi entführten das Publikum anschließend in ganz neue musikalische Welten – inklusive der Geräusch- und Erlebniswelt eines Vergnügungsparks.
Zum Abschluss wurde es jazzig und besonders schwungvoll: Mit „Take Five“ von Paul Desmond und der „Klezmer Salsa“ von Philippe Geiss setzte das Quartett zwei furiose Schlusspunkte und sorgte noch einmal für ausgelassene Stimmung.
Was den Abend dabei besonders machte, war neben der musikalischen Qualität vor allem die sichtbare Freude der vier Musikerinnen und Musiker am gemeinsamen Musizieren. Präzises Zusammenspiel, virtuose Passagen und ein abwechslungsreiches Programm verbanden sich zu einem Konzert, das das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zog.
Der langanhaltende Applaus am Ende machte deutlich: Das Insanus Saxophon Quartett hatte sein Publikum nicht nur musikalisch überzeugt, sondern regelrecht für das Saxophon begeistert.
Ein Konzertabend, der noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.
Fotos: Wolfgang Hanousek